Auf Basis der G20-Entscheidung im September 2009 wurden in den verschiedenen Nationen Gesetzesinitiativen gestartet. Das Gegenstück zum EMIR Entwurf ist in den USA der am 21.07.2010 verabschiedete Dodd-Frank Wall Street Reform and Consumer Protection Act (kurz: Dodd-Frank Act), der die Clearing und Börsenpflicht von Finanzinstrumenten konstituiert und sukzessive auf weitere Regelungsinhalte ausdehnt. Die amerikanische Gesetzgebung ist für europäische Marktteilnehmer relevant, wenn Derivategeschäfte mit US-amerikanischen Vertragspartnern oder Tochtergesellschaften abgeschlossen werden. Die beiden Initiativen zur Regulierung der OTC-Derivate- und Geldmärkte unterscheiden sich nach derzeitigem Stand punktuell in ihrem Regelungsinhalt. Ein wesentlicher Unterschied zum EMIR-Entwurf besteht in der im Dodd-Frank Act verankerten Ausnahmeregelung von der Clearing-Pflicht für kleinere Marktteilnehmer.